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Pressemitteilung

Windpocken und ihre Folgen

07.09.2006

Auch bei mildem Verlauf stellt die Windpocken-Erkrankung für Kind und Eltern eine Belastung dar. In einigen Fällen kann es zu Komplikationen kommen, die einen Krankenhausaufenthalt notwendig machen. Dies belegt die aktuelle ESPED-Studie: Zwischen 2003 und 2004 wurden über 900 Krankenhauseinweisungen infolge einer Windpocken-Erkrankung registriert.

Die betroffenen Kinder mussten durchschnittlich fünf Tage ins Krankenhaus. Am häufigsten traten Fieber und Trink- bzw. Nahrungsverweigerung auf. Zwei von drei Kindern waren davon betroffen. Ein Viertel der Kinder zeigte Störungen des Nervensystems und im Magen-Darm-Trakt sowie Hautinfektionen. In seltenen Fällen kam es zu einem schweren Krankheitsverlauf, zum Beispiel Blutvergiftungen oder Knochenmarkentzündungen.

Auch das Vorkommen von Gürtelrose wurde untersucht. Gürtelrose entsteht durch Reaktivierung von Windpockenviren, die nach Abheilung einer Windpockenerkrankung im Körper verbleiben. Diese Reaktivierung tritt, so die Annahme von Experten, vor allem bei älteren Menschen auf. Im Rahmen der Studie wurden 244 Kinder mit Gürtelrose erfasst.

Die Studienergebnisse geben erstmalig einen zahlenmäßigen Überblick über die tatsächlichen Folgen einer Windpocken-Erkrankung in Deutschland. Krankenhausaufenthalte und damit verbundene Belastungen für Kinder, Eltern und das Gesundheitssystem können mit einem gut verträglichen Impfstoff vermieden werden. Vorbeugung durch Impfung ist auch das Anliegen der Ständigen Impfkommission (STIKO) am Robert Koch-Institut in Berlin. Sie empfiehlt die Windpocken-Impfung bereits seit zwei Jahren für alle Kinder und Jugendlichen ab dem 12. Lebensmonat.

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