Pressemitteilung
DRG-Arbeitsgruppe GKinD legt Kodierleitfaden vor
28.01.2002
Erster "Kodierleitfaden Kinder- und Jugendmedizin" der verbändeübergreifenden GKinD-Arbeitsgruppe DRG: "Kodierung erleichtern und bundesweit vereinheitlichen"
Gesellschaft der Kinderkrankenhäuser und Kinderabteilungen in Deutschland (GKinD):
Arbeitsgruppe der kindermedizinischen Fachgesellschaften legt Version 2002 vor.
Vor erst 17 Monaten hat sie sich gegründet: die verbändeübergreifende
DRG-Arbeitsgruppe unter Federführung der Gesellschaft der Kinderkrankenhäuser und
Kinderabteilungen in Deutschland (GKinD). 14 kinder- und jugendmedizinische
Fachgesellschaften fanden sich im August 2000 zusammen, um gemeinsam an der
Anpassung des australischen Systems an das deutsche System in der Kinder- und
Jugendmedizin zu arbeiten - ein einmaliger Vorgang! Mittlerweile gehören 25
Fachgesellschaften der DRG-Arbeitsgruppe an. Sie legt nun bereits den ersten
"Kodierleitfaden Kinder- und Jugendmedizin" vor. "Viele Anfragen und Anregungen aus
den Kinderkliniken und Kinderabteilungen haben uns bestätigt, dass ein enormer Bedarf
an Unterstützung der Kodierung in der Praxis besteht
", stellt Jochen Scheel,
Vorstandsvorsitzender der Gesellschaft der Kinderkrankenhäuser und
Kinderabteilungen in Deutschland fest. Folglich war eines der vorrangigen Ziele der
Arbeitsgruppe DRG: die Erstellung eines Kodierleitfadens für die Kinder- und
Jugendmedizin.
Ziel des Leitfadens ist es, die Kodierung für die kinder- und jugendmedizinischen Fachgebiete in
der stationären Gesundheitsversorgung zu erleichtern und bundesweit zu vereinheitlichen. "Damit wollen wir die Vergleichbarkeit von Leistungen erreichen
", so Jochen Scheel: "Das ist im Hinblick auf eine gemeinsame einheitliche Basis für die Ermittlung von Relativgewichten, die den
besonderen Verhältnissen in Kinderkliniken und Kinderabteilungen in Deutschland gerecht
werden, von enormer Bedeutung.
" Der Kodierleitfaden soll laufend aktualisiert und jährlich neu
publiziert werden.
Autorisierte Vertreter kinder- und jugendmedizinischer Fachgesellschaften haben unter Anwendung der Deutschen Kodierrichtlinien 2002, des OPS-301 (Version 2.1) und des ICD-10-SGB-V die bis zu 20 häufigsten Hauptdiagnosen mit ihren häufigsten Nebendiagnosen und Prozeduren für die insgesamt 17 Fachbereiche formuliert. Dabei konnten sie auf Vorarbeiten der leitenden Ärzte der "Küstenländer" zurückgreifen, die eine erste Kodierempfehlung schon vor vielen Monaten vorgelegt haben.
"Oberste Prämisse beim Kodierleitfaden ist die medizinisch korrekte Kodierung", sagt der GKinD-Vorstandsvorsitzende. Ausdrücklich dankt Scheel den durch ihre praktische Arbeit mehr
als ausgelasteten Vertretern der Fachgesellschaften und ihrer Geduld im Blick auf notwendige
Konsensentscheidungen innerhalb und zwischen Fachgesellschaften und Arbeitsgruppen.
Scheel: "Sie alle wissen: Die Einführung des neuen Vergütungssystems wird zur Existenzfrage für die Kinderkliniken und damit die flächendeckende kind- und fachgerechte Versorgung von
kranken Kinder und Jugendlichen.
"
Nach intensiver Bearbeitung der auf der Homepage von GKinDD (s.u.) veröffentlichten Entwurfsversionen (Vervollständigung oder Ergänzung von Kapiteln, Einarbeitung der OPS-Version 2.1., der Speziellen Kodierrichtlinien sowie von Korrekturvorschlägen aus den Kliniken) veröffentlicht die Arbeitsgruppe DRG nun die Version 2002, die ab sofort zum Preis von 7,62 Euro zuzüglich Versandkosten als Taschenbuch (256 Seiten) zu beziehen ist.
Angefordert werden kann der "Kodierleitfaden Kinder- und Jugendmedizin" online auf http://www.gkind.de sowie bei der GKinD-Geschäftstelle (neue Adresse beachten!):
GKinD-GeschäftstelleC/o DRK-Kinderklinik Siegen
Frau Christiane Schneider-Methling
Wellersbergstraße 60
57072 Siegen
Telefon: 0271/2345-432
Telefax: 0271/2345-414
e-mail: christiane.schneider@gkind.de
Nachtrag vom 26.04.2002
Der Kodierleitfaden kann jetzt auch direkt online bei GKinD abgerufen werden.
Was die GKinD-Arbeitsgruppe DRGs erreichen will:
- Die Aktivitäten von 25 Fachgesellschaften und unterstützenden Arbeitsgemeinschaften der Kinder- und Jugendmedizin zum Thema DRGs bündeln.
- Optimale Grundvoraussetzungen bei der Umstellung auf das neue Vergütungssystem im Jahr 2003 für die Kinderkliniken und Kinderabteilungen in Deutschland schaffen.
- Die Leistungen der Kinder- und Jugendmedizin im Rahmen der Einführung von DRGs in die Verhandlungen der Selbstverwaltungspartner (DKG und Krankenkassen) einbringen.
- An der Weiterentwicklung der Patientenklassifikationssysteme (OPS 301 und ICD-10-SGB-V) mitarbeiten. (Mehr als 20 Fachgesellschaften und Arbeitsgruppen sind dem Aufruf der GKinD gefolgt und haben ihre Verbesserungsvorschläge bei der Koordinatorin der Arbeitsgruppe eingereicht.)
- Erreichen, dass die Kinderkliniken im DRG-System möglichst genau abgebildet werden können. Zusammentragen von "DRG-Daten" aus Kinderkliniken und Kinderabteilungen und Teilnahme möglichst vieler Häuser an der Musterkalkulation (=mindestens 5-10 Kliniken).
- Vorschläge für kinderklinikspezifische Zu- und Abschläge erarbeiten, die den wesentlich höheren Personalaufwand, insbesondere im ärztlichen und pflegerischen Dienst Rechnung tragen.
- Alterssplits für Kinder und nicht weniger DRGs, als für Patienten der Geriatrie vorgesehen sind, d.h. mindestens 72 Fallgruppen (bisher nur 13 verschiedene Fallgruppen)
Weitere Presseinformationen zum Thema auf den Internetseiten von GKinD.
Ansprechpartnerin für Rückfragen der Presse:
Rheinallee 13
55118 Mainz
Telefon/Telefax: 06131/612519
e-mail: ellen.koenig@gkind.de
GKinD im Internet: http://www.gkind.de
http://www.kinderkrankenpflege-netz.de/aktuell/presse_gkind_0102.shtml
